Syntax der Mustererkennung

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Syntax der Mustererkennung

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Das native Mustererkennungssystem von Opus ist sehr umfangreich, leicht zu erlernen und geeignet für so gut wie alle erdenklichen komplizierten Mustererkennungen (“Pattern Matching”). Es bietet die Fähigkeit, reguläre Ausdrücke (“Regex”) anzuwenden und ist dabei wesentlich einfacher zu nutzen!

Hier sind die verfügbaren Kürzel:

Zeichen

Beispiel

Beschreibung

#

#x

Das folgende Zeichen bzw. Ausdruck x wird nullmal oder mehrfach ausgeführt.  

?

?

Objekt passt zu einem einzelnen nicht-NUL-Zeichen.

|

a|b|c

Passt zu einem von mehreren Strings.

~

~x

Dieser Ausdruck passt, wenn Objekt x nicht passt

()

(a)

Klammern erlauben es, zwei einzelne Ausdrücke zu kombinieren.

[]

[a-z]

Passt zu einem einzelnen Zeichen aus dem Bereich.

[~]

[~a-z]

Passt zu einem einzelnen Nicht-NUL-Zeichen, das nicht im Bereich enthalten ist.

'

'#

Escape-Code für folgendes Zeichen.

*

*

Identisch mit #?, aber optional.

Hier ein paar Beispiele:

Muster

passt zu

#? oder *

Alle Dateien

*.jpg

Dateien mit der Erweiterung .jpg.

*abc*

Dateien, welche "abc" enthalten.

*.(cpp|c|hpp|h)

mit den Dateierweiterungen .cpp, .c, .hpp

oder .h.

image[0-9]*

Dateinamen beginnen mit "image", gefolgt von einer Ziffer 0-9.

Hinweis: Wenn ein Wildcard-Zeichen buchstäblich verwendet werden soll, muss es durch ein Apostroph escaped werden. Zum Beispiel:  

          Select fre#d

Dieser Befehl würde alle Dateinamen wählen, die mit fre beginnen, gefolgt von keiner bis mehreren ds, so würden beispielsweise fre, fred und freddd passen. Im nächsten Beispiel dagegen wird das Zeichen # escaped:

 

          Select fre’#d

Weil durch ein vorangefügtes Apostroph ein Escape auf das # angewendet wurde, wird es nicht als Wildcard-Zeichen interpretiert. In diesem Beispiel wird also eine Datei mit exakt dem Namen fre#d angewählt.

 

Befehle, welche die Mustererkennungssyntax von Opus verarbeiten (beispielsweise der Befehl Select) können das eingebaute System der Dateitypen benutzen, um automatisch Dateitypen einer gegebenen Gruppe anzuwählen. Die Syntax hierfür lautet grp:groupname.

Zum Beispiel: die Gruppe Images könnte die Erweiterungen .jpg, .bmp und .gif enthalten. Wenn ein Befehl gewünscht ist, der automatisch diese Dateitypen auswählt, so kann folgender Befehl benutzt werden:

 

          Select *.(jpg|bmp|gif)

Es gibt aber einen besseren Weg, der die Dateitypgruppe Images dazu verwendet,

wie in folgendem Beispiel:

          Select grp:Images

Dies hat den doppelten Nutzen, einfacher zu lesen und auch einfacher einzugeben zu sein! Ferner ist es sehr nützlich, dass, wenn der Dateitypgruppe neue Dateitypen hinzugefügt wurden, diese automatisch korrekt von den entsprechenden Befehlen interpretiert werden können.

Es können auch mittels Pipezeichens | mehrere Dateitypgruppen in einem Befehl kombiniert werden, beispielsweise:

          Select grp:Images|grp:Documents