Synchronisationsanzeige

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Synchronisationsanzeige

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Während die obere Vorgehensweise die Basisfunktionen zum Synchronisieren mit dem Kopierkommando beschreibt, gibt es in Directory Opus auch eine eigene Anzeigefunktion für das Synchronisieren von Dateien. Diese Funktion arbeitet in der dualen Dateiansicht und lässt Sie in einer oder beiden Richtungen synchronisieren. Außerdem werden Ihnen dabei die Änderungen, die gemacht werden, noch vor dem eigentlichen Prozess angezeigt. Dieser Dialog wird über das Extras-Menü in der Standard-Menüleiste angezeigt.

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Beim ersten Zugriff auf das Synchronisieren wird ein neuer Lister geöffnet und in das Layout zum Synchronisieren mit den Standardverzeichnissen geschaltet. Diese Verzeichnisse können über die Pfadeingabefelder oder über die Tasten verändert werden. Durch Einschalten des „Schloss“-Symbols lassen sich die Pfadeingaben der zu synchronisierenden Pfade an die im Lister angezeigten Quell- und Zielverzeichnisse koppeln, so dass ein Ändern der Listerverzeichnisse automatisch ein Ändern der Pfadfelder hervorruft.

Das spezielle DOpus-Layout zum Synchronisieren wird normalerweise über das Extras-Menü geöffnet – Das Synchronisierenmenü (verwendet das Kommando Go CURRENT DUALPATH={destpath} LAYOUT=synchronize). In der Standardeinstellung ist dies eine Dualanzeige mit Verzeichnisbaum auf der linken Seite und einem speziellen Synchronisationsfeld oben. Dies können Sie jedoch ändern, indem Sie den Synchronisier-Dialog öffnen, die Einstellungen anpassen und beim Beenden durch Drücken der Umschalt-Taste das neue Layout automatisch speichern lassen. (Das ist eine Abkürzung, um ein neues Layout abzuspeichern.)

Wenn Sie lieber möchten, dass sich das Synchronisierfeld innerhalb Ihres aktuellen Listers anstatt in einem neuen Lister öffnet, können Sie das Kommando folgendermaßen abändern:

Set UTILITY=Sync,Toggle.

Das Synchronisieren hat zwei verschiedene Arten der Verarbeitung:

Ein-Weg-Kopie

Synchronisiert das Zielverzeichnis mit dem Quellverzeichnis. Jede der “nicht-treffenden” Dateien wird von der Quelle zum Ziel kopiert. Sie können die Art des Vergleiches, der dabei verwendet, wird bestimmen:

Größe (kopiert, wenn die Größe unterschiedlich ist);

Datum (kopiert, wenn das Datum unterschiedlich ist);

Datum und Größe (kopiert, wenn entweder Größe oder Datum unterschiedlich sind);

Byte-Vergleich vergleicht die aktuelle Datei, um festzustellen, ob sie geändert wurde. Dieser Modus beinhaltet die “Größe”. DOpus wird nur Dateien mit gleicher Größe vergleichen.

Der Ein-Weg-Modus hat auch eine Option, um Dateien aus dem Zielverzeichnis zu löschen, wenn sie nicht in der Quelle existieren.

Zwei-Wege-Kopie

Synchronisiert in beide Richtungen. Die Quelle wird dabei mit dem Ziel und umgekehrt synchronisiert. Dateien werden dabei nur kopiert, aber nicht gelöscht. Diese Methode zum Vergleichen macht Sinn, sofern der Modus für das Vergleichen von Datum eingestellt wird. Wenn eine Datei, die auf der einen Seite existiert, nicht auf der anderen Seite existiert, wird sie kopiert. Existiert die Datei auf beiden Seiten, wird die neuere Datei über die alte kopiert.

Die weiteren Optionen beim Synchronisieren sind:

Beim Vergleichen des Datums die Sekunden ignorieren

Falls eingestellt, wird das Datum nur innerhalb einer Minute verglichen. Dies ist nützlich, sobald unterschiedliche Dateisysteme miteinander verglichen werden, die Sekunden unterschiedlich oder nicht vollständig speichern. Wird diese Option ausgeschaltet, wird das Datum innerhalb von 2 Sekunden miteinander verglichen.

Inhalt von Unterordnern synchronisieren

Falls eingestellt, wird der Inhalt aller Unterverzeichnisse mit synchronisiert. Wurde diese Möglichkeit ausgewählt, wird die FlatView dazu verwendet, die Inhalte aller betroffenen Unterverzeichnisse darzustellen.

Filter verwenden

Lässt Ihnen die Möglichkeit, einen Filter zu definieren oder eine Wildcard zu verwenden. Nur Dateien, die diesem Filter entsprechen, werden miteinander verglichen.

Unbeeinflusste Dateien verbergen

Nachdem der Vergleich durchgeführt wurde, wird jede Datei, die nicht markiert wurde, ausgeblendet.

Nur existierende Dateien vergleichen

Ist diese Option gewählt, wird DOpus nur Dateien vergleichen, die bereits auf beiden Pfaden existieren. Damit lassen sich die Dateien erneuern, die bereits in neueren Versionen existieren.

Anzeige automatisch verkleinern

Ist standardmäßig aktiviert. Diese Option wird die Anzeige zur Synchronisation automatisch verkleinern, wenn DOpus die Vergleiche oder die Synchronisationen durchführt. Diese Option entfernt die Anzeige einfach, um Ihnen mehr Sichtfeld zu bieten. Das Anzeigefeld kann durch Klicken auf die entsprechenden Schaltflächen oben im Anzeigefeld auch manuell verkleinert oder vergrößert werden.

Sommerzeit-Anpassung

Wenn diese Option aktiviert ist, bezieht Directory Opus die Abweichungen durch die Sommerzeit in den Abgleich der Dateizeiten ein.

 

Die Synchronisation ist ein Prozess mit zwei Wegen. Sobald Sie die entsprechenden Verzeichnisse und die geforderten Optionen ausgewählt haben, klicken Sie auf Vergleichen. Dies wird das Vergleichen der Inhalte der beiden Verzeichnisse starten und zudem gegebenenfalls folgende Aktionen durchführen:

Wenn der Lister sich nicht im Dual-Modus befindet, ihn umschalten.

Wenn die ausgewählten Verzeichnisse nicht im derzeitig angezeigten Lister zu sehen sind, diese lesen und anzeigen.

Beide Dateianzeigen in den Detail-Modus umschalten.

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Wenn die Option zum “Inhalt von Unterordnern synchronisieren“ gewählt ist, beide Anzeigen in den FlatView-Modus umschalten.

Zusätzlich werden alle Lister in den “Auswahlmodus” gebracht, der anzeigt, dass eine Synchronisation stattfindet.

Ein entsprechender Pfeil zeigt an, dass die Datei kopiert wird, ein Kreuz zeigt an, dass diese Datei gelöscht wird und ein leeres Auswahlfeld zeigt an, dass keine Aktion durchgeführt wird. Die Auswahlfelder können durch Anklicken dazu verwendet werden, die auszuführende Aktion zu ändern, falls dies gewünscht wird.

Wenn der Vergleich abgeschlossen wurde, wird ein Bericht der auszuführenden Aktionen angezeigt. Hierbei werden Sie alarmiert, sollte eine dieser Aktionen einen Konflikt verursachen, der während des Vergleiches festgestellt wurde (z.B. eine Datei auf einer Seite mit demselben Namen wie ein Verzeichnis auf der anderen Seite und umgekehrt). Wenn Sie auf einen Konflikt aufmerksam gemacht wurden, haben Sie die Möglichkeit, die Taste im Bericht zu drücken, um sich die Dateien/Ordner die den Konflikt verursachen markieren zu lassen und Ihre eigenen Schritte zum Lösen des Problems einzuleiten.

Sobald Sie mit dem Ergebnis des Vergleichs einverstanden sind, klicken Sie die Schaltfläche zur Synchronisation. Dies wird die eigentliche Prozedur mit den erforderlichen Kopier- und Löschfunktionen starten.

 

Der Copy UPDATEALL und UPDATEEXISTING Befehl

Directory Opus unterstützt zwei verschiedene Methoden zum Synchronisieren von Ordnern. Die erste ist ein einfacher Mechanismus, welcher den vordefinierten Befehl UPDATEALL und UPDATEEXISTING ausführt. Er verfügt über keine Visualisierung und wurde als schnelle, umfassende Möglichkeit konzipiert, um Webseiten und Netzwerk- oder lokale Ordner regelmäßig zu aktualisieren. Wenn Sie möchten, können Sie einfach einen oder mehrere spezielle Schalter definieren, die verschiedene Synchronisierungssituationen bewerkstelligen.

Um das System zu benutzen, müssen Sie zunächst eine Dual-Anzeige öffnen und die linke Dateianzeige auf das gewünschte Quellverzeichnis setzen. Die rechte Anzeige sollte das Zielverzeichnis enthalten. Markieren Sie dann alle Dateien im Quellordner (zum Beispiel mit dem entsprechenden Befehl in der Symbolleiste) und verwenden Sie dann entweder den UPDATE EXISTING oder den UPDATEALL Befehl, um die ausgewählten Dateien im Zielordner zu aktualisieren.

Diese Befehle sind Erweiterungen des Kopieren-Befehls und sind bei den vordefinierten Befehlen zu finden. Beachten Sie, dass Sie einfach eine neue Schaltfläche mit diesem Befehl erstellen können. Sie könnten zum Beispiel eine Umgebung mit derartigen Schaltern erstellen, die speziell zum Aktualisieren von Webseiten oder anderen Verzeichnissen dient und dies als Layout speichern, um sie bei Bedarf immer wieder öffnen zu können.

Intern kopieren diese Befehle nichts anderes als Dateien, die noch nicht im Zielverzeichnis vorhanden sind.

Das UPDATEALL-Befehl kopiert nur Dateien, die
a) im Zielordner noch nicht vorhanden sind.
b) zwar schon vorhanden sind, aber sich von der Version im Quellordner unterscheiden.
Dateien, die keines der beiden Kriterien erfüllen, werden nicht kopiert. Dieses Vorgehen ist nützlich, wenn Sie nicht unnötig viele Dateien kopieren möchten. Bitte beachten Sie, dass nur die Größe und der Zeitstempel der Dateien verglichen werden.

Der UPDATEEXISTING-Befehl entspricht in vielen Aspekten dem UPDATEALL-Befehl, beschränkt sich aber auf Fall b), kopiert die Dateien also nur, wenn diese zwar vorhanden sind, aber nicht der Quelldatei entsprechen. Dateien, die noch nicht vorhanden sind, werden nicht kopiert.

Normalerweise vergleicht DOpus sowohl die Dateigröße als auch den Zeitstempel der Dateien. Sie können jedoch erzwingen, dass nur eine Methode verwendet wird, indem Sie diese in der Befehlszeile definieren. Wenn Sie diese und andere Attribute zu den Befehlen hinzufügen möchten, müssen Sie das UPDATETOLERANCE-Argument verwenden.

Aufgrund der Tatsache, dass die genannten Befehle auf dem Kopieren-Befehl basieren, werden Sie gefragt, ob Sie die existierenden Dateien überschreiben möchten. Wenn Sie sicher sind, dass Sie die existierenden Dateien immer ohne Nachfrage überschreiben möchten, dann können Sie dies mit dem Befehlszusatz FORCE in der Befehlszeile erreichen.