Raw-Befehle

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Raw-Befehle

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Der Satz der Raw-Befehle ist der zugrunde liegende Satz von Befehlen, auf denen die vordefinierten Befehle basieren. Sie bestehen aus einem kleinen Satz von Grundbefehlen, von denen die meisten eine Auswahl von Parametern besitzen, aus denen sich die Befehlsvielfalt von Directory Opus ergibt. Intern setzen sich alle Symbolleisten aus diesen Raw-Befehlen zusammen. Wenn Sie einen vordefinierten Befehl aus dem Anpassen-Dialog in eine Symbolleiste ziehen, wird dieser in den dazugehörigen Raw-Befehl mitsamt der benötigten Parameter umgewandelt.

Sie können diesen neuen Befehl sogleich editieren und weitere Parameter hinzufügen, verändern oder entfernen, ganz nach Ihrem Wunsch. Wenn sie die Funktion Neuer Schalter benutzen, können Sie einen leeren Schalter zur Symbolleiste hinzufügen, der den von Ihnen aus dem Satz der Raw-Befehle gewählten Befehl ausführt.

Die meisten Raw-Befehle besitzen eine Vorlage, die veranschaulicht, welche Parameter bei diesem Befehl möglich sind. Die Vorlage hat die Form:

 

<Option [<Qualifiers>]>,<Option [<Qualifiers>]>, …

 

Optionen in den Vorlagen werden durch Kommata getrennt. Sie können durch Qualifier genannte optionale Parameter ergänzt werden. Die unten aufgeführte Liste veranschaulicht diverse Qualifier, die in den Optionen benutzt werden können. Der Qualifier wird allerdings nicht selbst tatsächlich in der Option eingegeben, er dient lediglich dazu, den Typ der Option anzuzeigen.

 

/S Switch. Zeigt einen binären Switch Qualifier an. Dieser Switch wird gesetzt, wenn die Option in der Kommandozeile erscheint.

 

/O Switch mit optionalen Argumenten. Beinahe identisch zu /S, aber nutzt optionale Argumente, in denen die Standardaktion verändert werden kann. Beispielsweise besitzt "Kopieren" eine Option UPDATEEXISTING, in der die Parameter Kein, Größe oder Datum als gültige Werte möglich sind.

 

/K Keyword. Der Schalter bedeutet, dass die Option nur dann ausgeführt wird, wenn das Schlüsselwort erscheint. Wenn zum Beispiel die Vorlage “Name/K” benutzt wird, wird der Befehl erst dann ausgeführt, wenn “Name=<string>“ oder “Name <string>“ in der Kommandozeile enthalten sind.

 

/A Required. Das Schlüsselwort oder ein Wert müssen festgelegt werden, oder der ganze Kommandozeileninhalt wird ungültig.

 

/M Multiple strings. Das Argument akzeptiert eine beliebige Menge an Strings. Es werden alle Argumente dieser Option zugerechnet, die nicht als Teil einer anderen Option erkannt werden.

 

Alle Optionstypen außer /S (switches) benötigen einen Wert. Dieser wird üblicherweise in der Form OPTION <Wert> oder OPTION=<Wert> benötigt. Das Gleichheitszeichen (=) ist normalerweise optional - es werden entweder ein Leerzeichen (Space) oder ein Gleichheitszeichen zwischen der Optionsbezeichnung und dem Wert akzeptiert. Eine Ausnahme zu dieser Regel gibt es allerdings, nämlich dann wenn der Wert einem bereits in der Befehlsvorlage enthaltenen Wert entspricht. Dann wird das Gleichheitszeichen benötigt, um ihren eingegebenen Wert zu repräsentieren und keine Option.

Beachten Sie bitte, dass einige Optionen durch Kommata getrennte Zeichenketten als Wert erwarten. Zur Verdeutlichung: In dem Raw-Befehl Set VIEW=details,power (der zwischen Detail- und Poweransicht umschaltet), ist der “details,power” der Wert der Option View.

Dieser Typ Optionen ist nicht zu verwechseln mit dem Optionsschalter /M, einem Optionstyp der ebenfalls in der Lage ist mehrere Werte anzunehmen, wie beispielsweise in der Option CreateFolder NAME, der mehrere Verzeichnisse in einem Arbeitsgang anlegen kann:

CreateFolder NAME eins zwei drei

In diesem Beispiel werden mittels der Option Name gleich drei neue Werte verarbeitet und somit gleichzeitig drei neue Verzeichnisse (genannt "eins", "zwei" und "drei") angelegt. Die Option Set View dagegen ist keine Option des Typs /M - die Zeichenkette “details,power” stellt hier nur einen einzigen Wert dar.

Zu beachten ist, dass bei der Verwendung von Leerzeichen in Werten diese in Anführungszeichen gesetzt werden müssen. Demnach wird durch die Option
 
CreateFolder NAME hallo ihr
 
ein einzelner neuer Ordner mit dem Namen "hallo ihr" erstellt. Wenn der Befehl dagegen
 
CreateFolder NAME hallo ihr
 
gelautet hätte, wäre das Ergebnis zwei neue Ordner namens "hallo" bzw. "ihr" gewesen.

Wenn kein Optionsschalter in der Vorlage zu einer Option angegeben ist, dann wird als Argument ein Wort benutzt, das nicht bereits auf eine andere vorhandene Option passt. Beispielsweise kennt der Befehl Filetype eine Option ACTION, deren Parameter aus einem der Wörter drop, dropshift, dropctrl, dropalt, dblclk, dblclkshift, dblclkctrl, oder dblclkalt bestehen können. Demzufolge wären folgende zwei Befehle identisch:

 
            Filetype ACTION drop
            Filetype drop

 
Oft lassen sich auch mehrere Optionen im selben Befehl kombinieren, insbesondere wenn der Optionsschalter /S verwendet wird. In der anschließenden Beschreibung werden Beispiele angeführt, in denen dies sinnvoll ist.