Befehlskontrollcodes

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Befehlskontrollcodes

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Wenn Directory Opus eine externe Anwendung (Programm) startet, oder einen internen Befehl von einer Symbolleiste oder einem Menüeintrag aus, kann die Befehlsdefinition spezielle Kontrollsequenzen enthalten, die Opus vermitteln, welche spezifischen Informationen in der Befehlszeile eingefügt werden sollen.

Diese Kontrollsequenzen haben generell die Form mehrerer Zeichen, die von geschweiften Klammern {} umgeben sind. Es gibt immer mindestens ein Synonym für eine Kontrollsequenz, welche die gleiche Funktion ausführt. Zum Beispiel haben alle Kontrollsequenzen eine kurze und eine lange Form, die beliebig genutzt werden können. Die kurze Form erfordert weniger Tastatureingaben und erzeigt eine kompaktere Funktionsdefinition, wogegen die lange Form den Vorteil hat, beschreibender zu sein und somit die Funktion verständlicher zu zeigen. 

 

Symbol

Beschreibung

Symbol

Beschreibung

f

Dateipfad

O

Alle Dateien

!

nicht benötigt

*s

kurz

$

Benötigt

s

Quelle

o

Datei 

d

Ziel

F

Alle Dateien und Pfade

R

Dialog

                                                         

Eine Legende der für die kurzen Kontrollsequenzen genutzten Symbole.

 

Beispielsweise würde notepad.exe {f} das Programm Notepad starten, mit dem Namen der aktuell gewählten Datei als Argument.
 

Control-Sequenz

Bedeutung

{filepath}

 
{f!}
%1
%2
%L

Directory Opus fügt die Namen aller gewählten Dateien oder Ordner in die aktive Datei ein.

 

Zeige in separaten Befehlszeilen mit identischer Syntax. Der übergebene Dateiname wird im langen Dateinamenformat mit vollem Pfad angezeigt. Die Codes %1, %2 und %3 sind mit dem Windows Explorer kompatibel, funktionieren aber nicht in Funktionen im MS-DOS Batchmodus. Wenn in der aktiven Dateianzeige keine Datei angewählt wurde, wird die Kontrollsequenz nicht ausgeführt.

Ein Beispiel: in der aktiven Dateianzeige wird der Ordner C:\Textdateien angezeigt, in welcher die Dateien

Datei 1.txt

Datei 2.txt 

Datei 3.txt

angewählt sind. Ein Klick auf den Symbolleistenschalter mit dem Befehl Notepad.exe {filepath} resultiert gleicherweise wie das Ausführen aller drei folgender Befehle - Opus startet drei separate Instanzen von Notepad.exe, jede für das Editieren der jeweiligen Datei zuständig (Opus fügt den Pfadnamen Anführungszeichen hinzu).

 

Notepad.exe "C:\Textdateien\Datei 1.txt"
Notepad.exe "C:\Textdateien\Datei 2.txt"
Notepad.exe "C:\Textdateien\Datei 3.txt"

 

Dieser Code (und alle anderen, welche den Namen von Dateien zurückgeben) akzeptieren einen optionalen Modifier, der es erlaubt, die Dateiendung zu entfernen, zurückzugeben oder zu ersetzen. Zum Beispiel:

 

{filepath|noext} entfernt die Dateinamenerweiterung aus dem zurückgegebenen Dateinamen
{filepath|ext} Gibt nur die Dateinamenerweiterung aus

(beinhaltet das Zeichen ".")
{filepath|ext=tmp} ersetzt die Dateinamenerweiterung mit .tmp
{filepath|escwild} Wendet automatisch ein "Escape" auf alle Wildcardzeichen im Dateinamen an. Diese Codes können auch die Modifier file bzw. filem benutzen, die den Code modifizieren, um Dateinamen zu einer temporären Datei umzuleiten. Dies ist nützlich für externe Befehle, die eine Liste von Dateien aus einer Textdatei, und nicht einer manuellen Eingabe in der Befehlszeile entnehmen. Beispielsweise fügt {allfilepath} den vollen Pfadnamen aller gewählter Dateien der Kommandozeile hinzu. Wenn hingegen {allfilepath|filem} angegeben wurde, wird eine temporäre Datei erstellt und der Befehlszeile hinzugefügt und die Namen aller gewählten Dateien in diese Datei geschrieben. Benutzen Sie file, um alle Dateinamen in einer einzigen Zeile zu haben (getrennt durch Leerzeichen), und filem, um die Dateinamen in mehreren Zeilen aufzulisten

(getrennt durch cr/lf).

Dieser Code (und alle anderen, welche den Namen von Dateien zurückgeben) akzeptieren auch die beiden Modifier .. und \, die das Einfügen der gewählten Datei(en) erlauben: Pfad zum übergeordneten Verzeichnis, mehrere Levels übergeordneter Verzeichnisse, oder das Stammverzeichnis des gewählten Laufwerks, auf dem sich die Datei befindet. Zum Beispiel, angenommen es ist eine Datei gewählt mit dem Namen C:\Daten\Briefe\MeinBrief.doc:

 

{file} würde C:\Daten\Briefe\MeinBrief.doc einfügen 
{file|..} würde C:\Daten\Briefe / einfügen
{file|..\..} würde C:\Daten / einfügen

{file|\} würde schließlich C:\ einfügen

 

Sie können ebenfalls noterm benutzen, um den resultierenden Pfad , also das letzte \ wegzulassen. Dies kann mit .. kombiniert werden. Beispielsweise würde {file|..|noterm} als Ergebnis C:\Daten\Briefe zurückgeben (ohne abschliessenden Slash).

{filepath$}
{f}

Directory Opus fügt dasselbe wie {filepath} ein, außer dass eine Datei in der aktiven Dateianzeige gewählt sein muss, andernfalls wird diese Funktion (z.B. der ganze Benutzerbefehl oder Schalter in einer Symbolleiste) nicht ausgeführt.

{file}
{o!}

Directory Opus fügt dasselbe wie {filepath} ein, außer dass der zurückgegebene Wert den vollen Dateipfad nicht enthält, lediglich der Dateiname wird zurückgegeben.

{file$}
{o}

Directory Opus fügt dasselbe wie {filepath} ein, außer dass der zurückgegebene Wert den vollen Dateipfad nicht enthält, lediglich der Dateiname wird zurückgegeben. Ferner muss eine Datei in der aktuellen Dateianzeige gewählt sein, andernfalls wird diese Funktion (z.B. der ganze Benutzerbefehl oder Schalter in einer Symbolleiste) nicht ausgeführt.

{allfilepath}
{F!}
%*

Diese Kontrollsequenz fügt die Namen aller gewählter Dateien und Ordner im aktiven Lister ein. Die Dateinamen werden mit dem vollen Dateinamenformat zurückgegeben, also mit vollem Pfadnamen. Wenn ein Dateiname ein Leerzeichen enthält, wird er automatisch in Anführungsstriche gesetzt. Die Dateinamen werden durch Leerzeichen getrennt. Die Kontrollsequenz %* ist mit dem Explorer kompatibel. Die Kontrollsequenz wird nicht ausgeführt, wenn im aktiven Lister keine Datei angewählt wurde.

{allfilepath$}
{F}

Dasselbe wie  {allfilepath}, außer dass mindestens eine Datei im aktiven Lister angewählt sein muss, ansonsten wird die Funktion nicht ausgeführt.

{allfile}
{O!}

Dasselbe wie {allfilepath}, außer dass die Dateinamen nicht den vollen Pfad enthalten,  nur die Dateinamen werden zurückgegeben.

{allfile$}
{O}

Genau wie  {allfile}, außer dass mindestens eine Datei im aktiven Lister angewählt sein muss, sonst wird die Funktion nicht ausgeführt.

{filepathshort}
{fs!}

Dasselbe wie  {filepath}, außer dass der Dateiname im kurzen Dateinamenformat zurückgegeben wird. Dies ist nützlich bei der Benutzung von 16-Bit-Programmen.

{filepathshort$}
{fs}

Wie {filepath$}, außer dass der Dateiname im kurzen Dateinamenformat zurückgegeben wird.

{fileshort}
{os!}

Dasselbe wie {file}, außer dass der Dateiname im kurzen Dateinamenformat zurückgegeben wird.

{fileshort$}
{os}

Dasselbe wie  {file$}, außer dass der Dateiname im kurzen Dateinamenformat zurückgegeben wird.

{allfilepathshort}
{Fs!}

Dasselbe wie  {allfilepath}, außer dass der Dateiname im kurzen Dateinamenformat zurückgegeben wird. 

{allfilepathshort$}
{Fs}

Dasselbe wie  {allfilepath$}, außer dass der Dateiname im kurzen Dateinamenformat zurückgegeben wird.

{allfileshort}
{Os!}

Dasselbe wie  {allfile}, außer dass der Dateiname im kurzen Dateinamenformat zurückgegeben wird.

{allfileshort$}
{Os}

Dasselbe wie  {allfile$}, außer dass der Dateiname im kurzen Dateinamenformat zurückgegeben wird.

{filepathdest}
{fd!}

Dasselbe wie {filepath}, außer dass der Dateiname dem Ziel-Lister entnommen wird und nicht dem Quellister.

{filepathdest$}
{fd}

Dasselbe wie {filepath$}, außer dass der Dateiname dem Ziel-Lister entnommen wird und nicht dem Quell-Lister.

{filedest}
{od!}

Wie {file}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden. 

{filedest$}
{od}

Wie {file$}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden.

{allfilepathdest}
{Fd!}

Wie {allfilepath}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden.

{allfilepathdest$}
{Fd}

Wie {allfilepath$}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden.

{allfiledest}
{Od!}

Wie {allfile}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden.

{allfiledest$}
{Od}

Wie {allfile$}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden.

{filepathshortdest}
{fsd!}

Wie {filepathshort}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden.

{filepathshortdest$}
{fsd}

Wie {filepathshort$}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden.

{fileshortdest}
{osd!}

Wie {fileshort}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden. 

{fileshortdest$}
{osd}

Wie {fileshort$}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden. 

{allfilepathshortdest}
{Fsd!}

Genau wie {allfilepathshort}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden. 

{allfilepathshortdest$}
{Fsd}

Wie {allfilepathshort$}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden. 

{allfileshortdest}
{Osd!}

Wie {allfileshort}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden. 

{allfileshortdest$}
{Osd}

Wie {allfileshort$}, außer dass die Dateinamen dem Ziel-Lister entnommen werden. 

{sourcepath}
{s!}

Diese Kontrollsequenz fügt den Pfad des im Quell-Listers geöffneten Ordners ein. Der Pfad wird im langen Dateinamenformat angezeigt. Wenn kein gültiger Quell-Lister zur Verfügung steht, wird der Befehl ignoriert. Fügen Sie |noterm in der Kontrollsequenz ein, um den resultierenden Pfad

(also das Verzeichnis hinter dem letzten Backslash) wegzulassen

(beispielsweise {sourcepath|noterm}).

 

Ebenfalls per |nopath ist es möglich, den letzten Abschnitt des Pfades zurückgeben zu lassen. Wenn beispielsweise {sourcepath} den Pfad "C:\Benutzer\Leo\test" zurückgeben würde, dann würde {sourcepath|nopath} nur "test" zurückgeben. Es ist gleichwohl möglich, auch ".." zu benutzen, wie im Beispiel weiter oben. 

{sourcepath$}
{s}

Dasselbe wie {sourcepath}, außer dass die Funktion nicht ausgeführt wird, wenn kein gültiger Lister geöffnet ist.

{destpath}
{d!}

Diese Kontrollsequenz fügt den Pfad des gewählten Ordnes im Zielllister ein (bzw., wenn eine Dualanzeige benutzt wird, den Pfad in der Zielllisteranzeige). Die Kontrollsequenz wird nicht ausgeführt, wenn kein gültiger Zielllister angezeigt wird.

{destpath$}
{d}

Dasselbe wie {destpath}, außer dass im Falle eines ungültigen Zielpfades der Benutzer zur Angabe eines Zielpfades aufgefordert wird.

{sourcepathshort}
{ss!}

Dasselbe wie {sourcepath}, außer dass der Pfad im kurzen Dateianzeigeformat zurückgegeben wird.

{sourcepathshort$}
{ss}

Dasselbe wie {sourcepath$}, außer dass der Pfad im kurzen Dateianzeigeformat zurückgegeben wird.

{destpathshort}
{ds!}

Dasselbe wie {destpath}, außer dass der Pfad im kurzen Dateianzeigeformat zurückgegeben wird.

{destpathshort$}
{ds}

Dasselbe wie {destpath$}, außer dass der Pfad im kurzen Dateianzeigeformat zurückgegeben wird.

{leftpath}
{l}

Fügt den aktuellen Pfad der linken Dateianzeige ein, unabhängig vom Quell/Zielstatus der Dateianzeige.

{leftpathshort}
{ls}

Genau wie {leftpath}, außer dass der Pfad im kurzen Dateianzeigeformat zurückgegeben wird.

{rightpath}
{r}

Fügt den aktuellen Pfad der rechten Dateianzeige ein, unabhängig vom Quell/Zielstatus der Dateianzeige.

{rightpathshort}
{rs}

Genau wie {rightpath}, außer dass der Pfad im kurzen Dateianzeigeformat zurückgegeben wird.

{apppath}
{p}

Fügt den Pfad einer installierten Anwendung ein, so wie er im Schlüssel App Paths in der Registry aufgeführt wird. Beispielsweise würde {apppath|winword.exe} den Pfad von Microsoft Word einfügen.

{apppathshort}
{ps}

Genau wie {apppath}, außer dass der Pfad im kurzen Dateianzeigeformat zurückgegeben wird.

{alias}
{aliasshort}

Erlaubt es, den Wert von Ordneraliasen an externe Programme zu übergeben, wie in {alias|work}.



{dlgchoose}
{Rc}

Dieser Befehl zeigt einen Drop-Down-Menüdialog mit einer Liste verfügbarer Optionen zur Auswahl. Der in dieser Option gewählte Wert wird in die Funktion eingefügt. Das Format dieses Befehls ist:

 
{dlgchoose|<Message>|<Option 1>[=<Value 1>][+<Option 2>[=<Value 2>]…]}
 
<Message> ist der in diesem Dialog angezeigte Text.
 
ist der angezeigte Text für den ersten Eintrag der Drop-Down-Liste. Wenn Sie einen bestimmten Wert für diese Option angeben wollen, benutzen sie hierzu die Form <Option>=<Value>, andernfalls wird der in den String eingegebene Wert als ordinale Ziffer ("Option Nr.") dieser Option interpretiert. Mehrere Optionen können durch ein "+"-Zeichen verbunden angegeben werden. Zum Beispiel:
 
{dlgchoose|Select encoding quality|High=320+Medium=256+Low=128+Very Low=64}

{dlgchooseS}
(Rc)

Wie oben, nur dass die Liste der Werte automatisch sortiert wird.

{dlgopen}
{Rf}

Diese Kontrollsequenz bewirkt, dass Opus den Dialog Open File anzeigt und die Auswahl einer Datei erlaubt. Der Name der gewählten Datei wird in die Funktion eingesetzt. Sie können optional den Titelstring für den Dateidialog angeben sowie einen festen Wert für den Dateinamen. Dies wird mittels des Pipe-Symbols innerhalb der Kontrollsequenz erreicht, so zum Beispiel:

 

{dlgopen|Select filename|dopus.txt}

 

Dies würde Select Filename als Dialogtitel definieren, der Standardname wäre hier dopus.txt.

{dlgmulti}
{Rm}

Dasselbe wie {dlgopen}, außer dass der Dialog File Open die Auswahl mehrerer Dateien erlaubt.

{dlgsave}
{RF}

Dasselbe wie {dlgopen}, außer dass der angezeigte Dialog vom Typ Save File ist.

{dlgfolder}
{Rd}

Dasselbe wie {dlgopen}, außer dass der angezeigte Dialog vom Typ Browse For ist.

{dlgstring}
{Rs}

Diese Kontrollsequenz bewirkt, dass Directory Opus zur Eingabe eines Textstrings auffordert. Der eingegebene String wird dann in die Funktion eingesetzt. Ebenso unterstützt werden die Angabe des Dialogtitels und die Vergabe eines festen Wertes für den Dateinamen. Dies wird, wie weiter oben im Beispiel für {dlgopen} beschrieben, durch das Pipe-Symbol | erreicht.

{dlgstringS}
{Rs}

Wie oben, außer dass {dlgstring} nicht standardmäßig alle Texte anwählt, was durch {dlgstringS} erreicht werden kann.

{dlgpassword}
{Rp}

Dies  gleicht {dlgstring}, außer dass der im Textfeld eingegebene Text nicht lesbar angezeigt wird. Der Befehl akzeptiert die gleichen Parameter wie {dlgstring}.

{date} / {dateu}

Fügt das aktuelle Datum in den Befehlsstring ein. {date} benutzt die Ortszeit, während {dateu} UTC/GMC (Greenwhich Mean Time) benutzt.

{time} / {timeu}

Fügt die aktuelle Uhrzeit in den Befehlsstring ein. {time} benutzt die Ortszeit, während {timeu} UTC/GMC (Greenwhich Mean Time) benutzt.

{$<var>}

Der Befehl {$} wird benutzt, um den Wert einer temporären Variablen, welche durch die Anweisung @set gesetzt wurde, einzufügen. Beispielsweise würde {$var} den Wert der Variablen var einsetzen.
 
Der Befehl Filetype NEW setzt automatisch einen Wert namens newfile zum Namen einer neu erstellten Datei.

{$clip}

Fügt den aktuellen Inhalt der Zwischenablage in den Befehlsstring ein.

 

Die oben angeführten Kontrollsequenzen können in Verbindung mit den internen Befehlen von Directory Opus benutzt werden. Sie können beispielsweise Funktionen wie Set SHOWFILTERFILENAME={dlgstring|Enter file pattern to show files} benutzen, um einen Dialog mit einer Auswahl an Anzeigeformaten zu erstellen.

Die Codes für {date} und {time} können benutzt werden, um das aktuelle Datum und die aktuelle Zeit in Befehle einzufügen (sowohl externe als auch interne Befehle). Das Format für Zeit/Datum kann festgelegt werden; so würde beispielsweise {time|hhmmss} die Zeit im Format Stunden/Minuten/Sekunden (hh:mm:ss) anzeigen. Es ist ebenfalls möglich, geschriebenen Text in den Formatcode einzufügen, indem dieser in einfache Anführungszeichen ' gesetzt wird. Zum Beispiel eine Funktion, die automatisch einen Ordner mit dem aktuellen Datum erstellt:

 

                                                      CreateFolder NAME "{date|dd'-'MMM'-'yyyy}"
 
 

Datum Codes

d

Tag des Monats als Ziffern ohne führende Null für einstellige Datumszahlen.

dd

Tag des Monats als Ziffern mit führender Null für einstellige Datumszahlen.

ddd

Wochentag als dreibuchstabige Abkürzung.

dddd

Wochentag in voller Schreibweise.

w

Laufende Wochennummer nach ISO, für einstellige Wochennummern

ww

Laufende Wochennummer nach ISO mit führenden Null, für einstellige Wochennummern

W

Einfache Wochennummer ohne führende Null.

WW

Einfache Wochennummer mit führender Null

M

Monat als Ziffer ohne führende Null für einstellige Monatszahlen

MM

Monat als Ziffer mit führender Null für einstellige Monatszahlen

MMM

Monate in dreistelliger Abkürzung

MMMM

Monate in voller Schreibweise

y

Jahreszahl ohne führende Null mit den letzten beiden Ziffern für Jahreszahlen kleiner als 10

yy

Jahreszahl mit den letzten beiden Ziffern mit führender Null für Jahreszahlen kleiner als 10

yyyy

voll ausgeschriebene Jahreszahl mit vier Stellen

Y

Jahreszahl nach ISO mit den letzten beiden Ziffern ohne führende Null

YY

Jahreszahl nach ISO mit den letzten beiden Ziffern mit führender Null für Jahreszahlen kleiner 10

YYYY

voll ausgeschriebene Jahreszahl mit vier Stellen nach ISO

gg

String für Periode/Ära. Dieser Code wird ignoriert, wenn der zu formatierende Code keinen String mit entsprechenden Informationen zu Periode/Ära enthält

Zeit Codes

h

Stunden ohne führende Null für einstellige Stunden; 12-Stunden-Uhr

hh

Stunden mit führender Null für einstellige Stunden; 12-Stunden-Uhr

H

Stunden ohne führende Null für einstellige Stundenzahlen; 24-Stunden-Format

HH

Stunden mit führender Null für einstellige Stundenzahlen; 24-Stunden-Format 

m

Minuten ohne führende Null für einstellige Minutenzahlen.

mm

Minuten mit führenden Nullen für einstellige Minutenzahlen.

s

Sekunden ohne führende Null für einstellige Sekundenzahlen.

ss

Sekunden mit  führender Null für einstellige Sekundenzahlen.

t

einzelnes Zeichen zur Markierung von beispielsweise A oder P

tt

mehrfaches Zeichen zur Markierung von beispielsweise AM oder PM

 

 

Diverse Befehle oder Präfixe haben in Funktionsdefinitionen von Opus eine bestimmte Bedeutung, und können benutzt werden, um extern gestartete Programme zu modifizieren. Es kann cd benutzt werden, um den Ordner "starten in" bzw. "Arbeitsordner" eines externen Programms festzulegen. Benutzen Sie cd {sourcepath}, um den Ordner "starten in" automatisch auf den im aktuellen Quell-Lister geöffneten Pfad festlegen zu lassen. Funktionen, welche mehrere Befehle enthalten, werden standardmäßig synchron ausgeführt. Das heißt, jeder Befehl der Funktion wird eigentlich nacheinander ausgeführt; bevor der aktuell bearbeitete Befehl nicht voll ausgeführt wurde, wird der nächste Befehl so lange ausgesetzt. Das gilt für Befehle von Opus als auch für externe Programme. Wenn Sie ein externes Programm asynchron starten möchten, wählen Sie bitte ein Präfix vor dem Programmnamen in der Form @sync:. Dies erlaubt es, mehrere Programme aus einer Funktion zu starten, ohne die serielle Abarbeitung der Programme abwarten zu müssen. Funktionen, die als MS-DOS-Stapelfunktionen definiert wurden, verhalten sich als seien es .bat-Dateien. Aufgrund der internen Arbeitsweise von Windows-Stapeldateien funktioniert ein Aufruf einer externen Stapeldatei von einer Opus-Stapeldatei aus nicht immer automatisch korrekt. Um eine korrekte Ausführung dennoch zu erreichen, fügt Opus externen Stapeldateien das Präfix call hinzu. Sollte dieses Verhalten situationsbedingt unerwünscht sein, so lässt sich das mit dem Präfix nocall vor dem Namen der Stapeldatei übergehen. Sie können die Befehle ddeexec, ddeapp und ddetopic verwenden, um eine Funktion zu erstellen, welche per DDE mit anderen Anwendungen kommuniziert. Zum Beispiel, um einen Schalter zu erstellen, der eine Bilddatei in ACDSee mittels DDE öffnet, würden folgende Anweisungen nötig sein:

 

ddeexec [open(“%1”)]
ddeapp ACDSee
ddetopic System
“C:\Programme\ACD Systems\ACDSee\ACDSee.exe” /dde

 

DOpusRT ist ein kleines Hilfsprogramm, das von Directory Opus für mehrere Zwecke benutzt wird. Üblicherweise müssen Sie es nicht beachten, aber für manche Aufgaben ist es dennoch sehr nützlich, wie beispielsweise um Opus Befehle von außerhalb des Programms zukommen zulassen. Benutzen Sie hierzu den Parameter /cmd. Um beispielsweise von einem DOS-Prompt aus den DOpus-Dialog "über Directory Opus" anzuzeigen, wäre folgender Befehl geeignet:

 

dopusrt.exe /cmd help about

 

Das Schlüsselwort dopusrt wird vom System der externen Befehle als Verknüpfung (bzw. Abkürzung) zum tatsächlichen Ort von dopusrt.exe unterstützt. Anstatt c:\Programme\GP Software\Directory Opus\dopusrt.exe anzugeben reicht also schon dopusrt. Unterschiedliche Modifier können benutzt werden, um die Befehle von Opus individuell zu ändern. Hierzu muss jeder Modifier auf einer separaten Zeile im Befehl aufgeführt werden.

 

@codepage kann einer MS-DOS-Stapeldatei hinzugefügt werden, um der Funktion eine code page unter 2000/XP zuzuweisen. Sofern nicht anders angegeben, setzt Opus den Wert 1252 ein, was dem Standardwert unter Windows entspricht.

 

@dironly bewirkt, dass die Funktion ausschließlich auf gewählte Ordner angewendet wird; gewählte Dateien werden ignoriert.

 

@filesonly bewirkt, dass die Funktion ausschließlich auf gewählte Dateien angewendet wird, gewählte Ordner werden ignoriert. @firstfileonly kann einer externen Funktion hinzugefügt werden, was bewirkt, dass die Funktion nur auf die erste der gewählten Dateien angewendet wird, unabhängig davon, wieviele Dateien sonst gewählt sind.

 

@filesfromdroponly kann einer Funktion von Opus hinzugefügt werden, um die normale Bearbeitung von gewählten Dateien zu unterbinden, wenn diese Option angegeben wurde, werden ausschließlich Dateien bearbeitet, die per Drag-and-drop auf den Schalter gezogen wurden.

 

@nodeselect kann einer Opus-Funktion hinzugefügt werden, um zu verhindern, dass Dateien oder Ordner nach der Ausführung der Funktion abgewählt werden. Die Dateien bleiben somit nach der Bearbeitung weiterhin markiert.

 

@useactivelister kann einer Opus-Funktion hinzugefügt werden, um zu bewirken, dass Opus die Pfade und Dateien des aktiven Listers benutzt und nicht des Quellisters (obwohl der aktive Lister und der Quellister meist identisch sind, ist das nicht immer der Fall).

 

@nofilenamequoting kann einer externen Funktion hinzugefügt werden, um zu verhindern, dass Opus automatisch Anführungszeichen um Dateinamen mit enthaltenen Leerzeichen einfügt.

 

@nolocalizefiles kann einer Opus-Funktion hinzugefügt werden, um Opus am automatischen Dateidownload von FTP-Dateien zu hindern. Zum Beispiel, ein Dateiname, der ausgewählte Dateinamen an einen Downloadmanager weitergibt, soll Opus nicht zum automatischen Download dieser Dateien veranlassen. Wenn @nolocalizefiles zur Funktion hinzugefügt wird, so geben Codes wie {filepath$} eine URL der gewählten Datei zurück anstatt eine temporäre Kopie herunterzuladen.

 

@confirm [<Meldung>[|<positiver Text>[|<negativer Text>]]] zeigt einen Bestätigungsdialog an. Wenn der negative Teil des Dialogs gewählt wird, so wird die Funktion an dieser Stelle abgebrochen. Man kann den Text der Meldung und dem Schaltertext konfigurieren - wenn nichts angegeben wurde, so werden die Standardstrings benutzt, beispielsweise:
@confirm Dateien wirklich kopieren?
@confirm weitermachen|ja, natürlich|nein, keineswegs

 

@externalonly wenn angegeben, so werden die internen Opus-Befehle in dieser Funktion ignoriert. Dies erlaubt es, eine MS-DOS Stapelfunktion mit Befehlen wie copy zu benutzen, was normalerweise von Opus' eigener Version dieses Befehls übergangen würde.

 

@noexpandenv Diese Anweisung verhindert, dass in dieser Funktion vorhandene Umgebungsvariablen durch Opus ausgeweitet werden.

 

@set <name>=<value> erlaubt es, Variablen zu definieren, die im weiteren Verlauf der Funktion benutzt werden. Die durch den Befehl @set definierten Variablen können in anderen Funktionen durch die Kontrollsequenz {$} benutzt werden . Dieser Befehl ist sehr nützlich in Situationen, in denen der Wert durch {dlgstring} oder ähnliche Opus-Funktionen definiert wurde, zum Beispiel
@set dir = {dlgstring|Geben Sie einen neuen Namen für den Zielordner ein}
createfolder ".\{$dir}"
copy to".\{$dir}"

 

@runonce:<command>: geben Sie die Anweisung @runonce ein, um den Befehl nur einmal pro Funktionsaufruf anzuwenden anstatt jeweils einmal pro Datei.

 

@runbatch - in einer MS-DOS Stapeldatei kann die Anweisung @runbatch an jeder Stelle angegeben werden, an der die Ausführung der Stapeldatei erwünscht ist. Gewöhnlich schreibt Opus alle Zeilen in die Stapeldatei und führt sie erst zuletzt aus. In der neuen Version führt Opus Stapeldateien aus, wenn ein interner Befehl aufgerufen wird. Mittels der Anweisung @runbatch können Sie die Ausführung von Stapeldateien kontrollieren - ebenso kann dieser Befehl mehrfach verwendet werden, um einen Befehl in mehrere Stapeldateien zu zerlegen.

 

@nocall:<batchfile> Diese Anweisung wird benutzt, um externe Stapeldateien ohne den Befehl call aufzurufen.

 

@norunbatch Benutzen Sie diesen Befehl, um das neue Verhalten beim Mischen externer und interner Befehle im Stapeldatei-Modus zu deaktivieren. Opus verhält sich dann wie in älteren Versionen bezüglich der Ausführung interner Befehle, so dass die Stapeldatei zuletzt ausgeführt wird. Zu beachten ist ferner, dass sich @norunbatch und @runbatch bei Bedarf gemischt verwenden lassen.

 

@runmode erlaubt es, den "Run"-Status eines Programms zu ändern. Dieser Befehl akzeptiert nur jeweils einen Parameter, min, max oder hide, um entsprechend ein das Hauptfenster eines Programms minimiert, maximiert oder versteckt auszuführen. Sofern kein Parameter angegeben wurde, wird das Programm im  Modus normal ausgeführt. Bitte beachten Sie, dass nicht alle Programme diesen Modus unterstützen. Es ist  empfohlen den Modus hide nur dann zu benutzen, wenn Sie sicher sind, dass er keine Nachteile bedingt,  beispielsweise um bei der Ausführung eines DOS-Programms das kurz aufblitzende DOS-Fenster zu unterdrücken.

 

@keydown:<qualifiers>: die Anweisung @keydown erlaubt es, das Verhalten eines Schalters bei der Ausführung durch das zusätzliche Pressen einer Qualifier-Taste zu manipulieren. So kann beispielsweise ein Schalter definiert werden, der normalerweise alle Dateien wählt, bei einer zusätzlich gedrückten Umschalt-Taste die Auswahl invertiert oder bei gehaltener Strg-Taste die Auswahl aufhebt.
 
@keydown:none
select all
@keydown:shift
select invert
@keydown:ctrl
select none
 
Alle Zeilen, die einer @keydown-Anweisung folgen (bis ein weiteres @keydown angetroffen wird) werden ignoriert, falls keiner der angegebenen Qualifier passt. Gültige Qualifier sind none, shift, ctrl und alt, ebenso wie Kombinationen daraus, also beispielsweise shiftctrl etc. Beachten Sie, dass Instruktionen im Kopfteil des Befehls für alle Qualifier gelten - nur wenn das erste @keydown angetroffen wird, beginnt die spezielle Verarbeitung. Es kann auch @keydown:common genutzt werden, um Anweisungen anzugeben, welche sich auf alle Qualifier am Ende einer Funktion beziehen. zum Beispiel:
 
select all
@keydown:none
copy
@keydown:shift
copy move
@keydown:common
delete
 
Diese Funktion würde alle Dateien wählen, und diese dann abhängig vom Status der Shift-Taste entweder kopieren oder verschieben, und dann schließlich die Originaldateien löschen.
 
Zu beachten ist, dass zwar alt als Qualifier möglich ist, ein alt-Klick auf die Symbolleiste allerdings den Anpassen-Modus von Opus auslöst. Wenn Sie die Alt-Taste also in dieser Weise nutzen möchten, muss in den Voreinstellungen die Option "Alt-Klick um Symbolleistenschalter zu bearbeiten" abgewählt werden.

 

@script<type>: Die Anweisung @script wird benutzt, um ein Script in einen Schalter einzubetten. So ist es beispielsweise möglich, einen Schalter mit dem Befehl Rename zu benutzen, und dann ein dem Befehl folgendes Script anzugeben, um zusätzliche Funktionen auszuführen.

 

@async:<command> legt fest, das eine externe Funktion asynchron ausgeführt wird - das heißt, Opus wartet nicht auf die Fertigstellung dieses externen Befehls, sondern fährt unverzüglich mit der Abarbeitung des Befehls fort. Er wirkt nur auf externe Befehle und hat auf die internen Opus-Befehle keinen Einfluss.

 

@admin:<command> erlaubt den Start eines Programms mit Administratorrechten (unter Windows Vista). Wird @admin allein angegeben, so wird der ganze Befehl mit Administratorrechten ausgeführt.

 

@useactivelister zwingt die Funktion, im aktiven Lister zu arbeiten und nicht im Quell-Lister
(Im Falle, dass die Lister nicht identisch sind)

 

@leavedoswindowopen bewirkt, dass ein Konsolenfenster für Funktionen im MS-Stapelmodus geöffnet wird, welches nach der Ausführung des Befehls geöffnet bleibt.